
16.04.2009
Sicherheitseinrichtungen für Wasserstoff
Eine neue Sicherheitseinrichtung, die Wasserstoff führende Anlagen mit besonders hohen Durchflüssen erstmals bis 11 bar Überdruck gegen Brand und Explosion absichert, hat Witt-Gasetechnik entwickelt.
Der Spezialist für Sicherheitsarmaturen präsentiert mit der neuen H-Version eine noch leistungsstärkere Modellvariante seiner universellen Sicherheitseinrichtung „RF85“.
Die Edelstahlversion „RF85-30N/H-ES“ ist insbesondere für Wasserstoff-Anwender interessant, die mit vergleichsweise hohen Durchflussmengen von bis zu 900 m3/h arbeiten: Sie schützt noch bei 11 bar Überdruck vor gefährlichen Flammrückschlägen, löscht Rückbrände und verhindert die Bildung explosionsfähiger Gasgemische im Versorgungstrakt durch ein ebenfalls integriertes Rücktrittventil. Bislang galten 4 bar als technische Grenze. „Derzeit gibt es keine vergleichbare Sicherheitseinrichtung mit dieser Leistung am Markt“, meint Produktmanager Andreas Heyer vom Hersteller in Witten. Neben Wasserstoff ist die Neuentwicklung auch für Erdgas (Methan) und Flüssiggas (Propan) geeignet - hier liegen die Betriebsgrenzen allerdings bei 8 bzw. 5 bar. Ein integrierter Filter schützt vor Verunreinigungen im Gasfluss.
ZUR NACHRÜSTUNG
Ihre kompakten Abmessungen von nur 156,5 mal 84 Millimeter, das Innengewinde und der Vorteil des lageunabhängigen Einbaus prädestinieren diese Sicherheitseinrichtung von Witt zur Nachrüstung: Für Anlagen der Gasversorgung, die bislang nicht oder nicht optimal abgesichert sind, korrosionsgefährdete Systeme im Chemiebereich, Laboranlagen oder für die industrielle Prozesstechnik. An Entnahmestellen von Verteilungsleitungen mit größeren Verbrauchern, beispielsweise zur Versorgung von Brennschneidemaschinen, kennt man Sicherheitseinrichtungen seit langem. Für ein Maximum an Unfallprävention empfehlen Experten den Einsatz der jeweils neusten Gerätegeneration. Dies könne auch in Versicherungsfragen ein Bonus sein.
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